Vegetationsbrandbekämpfung

Vegetationsbrände, insbesondere in Form von Flächenbränden, haben in der Vergangenheit zugenommen und werden auch in Zukunft eine immer größer werdende Gefahr, unter anderem dem warmen Wetter mit seinen Dürreperioden geschuldet. Durch den Wind können Flächenbrände schnell außer Kontrolle geraten und so eine große Gefahr für Sachwerte darstellen. Bei bereits abgeernteten Feldern ist der Sachschaden in der Regel nicht so hoch, bei noch nicht geernteten allerdings umso höher und die Gefahr für die Einsatzkräfte noch größer, da es zu höheren Flammen kommt. Wenn zusätzlich landwirtschaftliche Maschinen in betroffen sind, ist die Belastung für die Einsatzkräfte, die bedingt durch die hohen Temperaturen und der Schutzkleidung ohnehin schon hoch ist, besonders hoch.

Um auf solche Brände bestmöglich vorbereitet zu sein haben wir uns auf dem letzten Dienstabend Intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Nach einer kurzen Theoretischen Einweisung in Taktik und den uns zur Verfügung stehenden Handwerkzeugen ging es auch schon in den Praxisteil. Auf einer freien Grünfläche wurde mit Stroh eine trockene Fläche nachgestellt.  Die Flammen auf dieser brennenden Fläche galt es zunächst mit Hilfe von Handwerkzeugen wie Feuerpatsche und Löschrucksack einzudämmen und abzulöschen.

Die Effektivität des Löschrucksackes in Verbindung mit Feuerpatschen hat jeden positiv überrascht!

Anschließend wurde eine weitere brennende Fläche mit Hilfe von einem D-Rohr abgelöscht. Die Wasserversorgung für das D-Rohr wurde von einem Landwirtschaftlichen Brunnen hergestellt.

10. Berliner Stairrun

Er ist eine der härtesten Prüfungen für Feuerwehrleute – der „Firefighter Stairrun“ in Berlin.

Ziel: In voller Montur und mit Atemschutzmaske auf die Aussichtsplattform im 39.Stockwerk des Park-Inn Hotels am Berliner Alexanderplatz – das ganze natürlich ohne Aufzug. Vier Mitglieder der Feuerwehr Lingwedel nahmen diese besondere Herausforderung an und reisten am Samstag, den 14.05.2022 in die Hauptstadt zur 10. Ausgabe des Wettkampfs.

Gelaufen wird in kompletter Feuerwehrschutzausrüstung, soll heißen Feuerwehrjacke und -hose, die für den Innenangriff geeignet sind, Sicherheitsstiefel, Brandeinsatzhandschuhen, Feuerwehrhelm und Umluft unabhängiger Pressluftatmer.

Dieser Wettkampf ist eine völlig neue und andere Herausforderung für alle Feuerwehrleute! Es kommt dabei aber nicht nur auf Fitness und Ausdauer an, um die 25 Kilogramm Ausrüstung nach oben zu bringen, sondern auch auf Teamwork und den absoluten Willen bis zum Schluss durchzuhalten, egal wie groß die Schmerzen in den Beinen sind. Der Wettkampf orientiert sich auch an der verlässlichen Zusammenarbeit im Zweier-Team, wie es im normalen Feuerwehr- Einsatz auch gefordert wird

Unsere Zwei Teams haben sich der Herausforderung gestellt die 39. Etage des ParkInn Hotel erreicht. Die Teams mussten dabei 770 Stufen nach oben laufen. Die Zeiten waren hierbei nebensächlich, da einzig und allein das Ziel entscheidend ist. Das Siegerteam vom 10. Firefighter Stairrun hat das Ziel in einer Zeit von 5:23 min erreicht!

Unser Team 1 bestehend aus Maximilian Kraus und Lukas Kraus sind die 39 Etagen in 10:25 min und das Team aus Sören Vahle und Marcel Prüser in 13:37 min gelaufen.

Das Absolvieren des Treppenlaufes ist eine Herausforderung die ungewohnt ist und kann mit einem Einsatz oder einem Streckendurchgang nicht verglichen werden.

Nachfolgend einige Bilder:

Einsatzarten

Was verbirgt sich hinter den Einsatzstichwörtern der Feuerwehr? In diesem Artikel möchten wir Ihnen die geläufigsten Arten mit Ihren Abkürzungen vorstellen. Sobald Funkmeldeempfänger auslöst ist es wichtig zu erfahren, um welche Art des Einsatzes es sich handelt, weil dies unterschiedliche vorbereitende Maßnahmen umfasst.

Brandeinsätze:
  • Brand 1 (B1): Mülleimerbrand, Kleinbrand, gelöschtes Feuer, Brandgeruch
  • Brand 2 (B2): PKW-Brand, Flächenbrand, Gartenhausbrand
  • Brand 3 (B3): Brand in Wohnung, Brandmeldealarm, Kaminbrand, Rauchentwicklung in Gebäude
  • Brand 4 (B4): Gebäudebrand, Dachstuhlbrand, Brand Krankenhaus/Altenheim
  • Brand 5 (B5): Großbrand, Aussiedlerhof, Industriehalle, Waldbrand, Brand in Zug

Waldbrandeinsätze:

  • Waldbrand 1 (WB1): Böschungsbrand
  • Waldbrand 2 (WB2): Waldbrand bis 1000m2
  • Waldbrand 3 (WB3): Waldbrand über 1000m2
  • Waldbrand 4 (WB4): Waldbrand über 1000m2

Technische Hilfeleistungen:

  • Hilfeleistung 1 (H1): Ölspur, Türöffnung, Tragehilfe
  • Hilfeleistung 2 (H2): Mittlere Technische Hilfeleistung, Absturz Kleinflugzeug
  • Hilfeleistung 3 (H3): Große Hilfeleistung, Bahnunfall
  • Verkehrsunfall (VUPK): Verkehrsunfall eingeklemmte Person

Alle Einsatzarten können mit einem Y ergänzt werden, z.B. B3Y (Gebäudebrand mit Menschengefährdung.

Ohne Löschwasser geht es nicht!

Wenn man die Bevölkerung fragt, welche Aufgabe hat die Feuerwehr wird man auf jeden Fall die Antwort „Sie löschen Brände!“ erhalten. Damit wir, also die Feuerwehr dies auch durchführen kann, werden Wasserentnahmestellen benötigt. Somit stand der letzte Ausbildungsdienst der 1.Gruppe ganz im Zeichen der Wasserentnahmestellen.

Um das Thema effektiv aufzuarbeiten wurden 2 Stationen aufgebaut. An Station 1 wurden die verschiedenen Wasserführenden-Armaturen zur Löschwasserentnahme erklärt. Zu diesen Armaturen zählen beispielsweise der Saugkorb, der Kellersaugkorb, diverse Übergangsstücke für Beregnungsbrunnen und Feldberegnungen sowie auch ein Übergangsstück für Güllefässer aus der Landwirtschaft. Des Weiteren wurde an dieser Station der Mastwurf geübt, den man für die Saugleitung für das offene Gewässer benötigt.

An Station 2 sind die Kameraden/innen mit unserem TSF eine Saugstelle für offenes Gewässer sowie einen Brunnen in der Gemarkung Langwedel angefahren. Diese Wasserentnahmestellen wurden in Betrieb genommen, um deren Funktionsweise zu erklären.

Eine ideale Wiederholung für erfahrenen Kameraden/innen, um die Standard-Handgriffe zu wiederholen und ein guter Einstieg für unsere jüngeren Kameraden/innen.

 

Neuer Atemschutzgeräteträger

Unser Kamerad Philipp Köllner hat den Lehrgang ,,Atemschutzgeräteträger“ am 13.03.2022 erfolgreich abgeschlossen.

In den nächsten Monaten wird Philipp in vielen Übungen und hoffentlich wenig Einsätzen seine Kenntnisse und Fähigkeiten zeigen und noch weiter aufbessern können.

Das Tragen eines umluftunabhängigen Atemschutzgerätes erfordert vom Feuerwehrler eine gute körperliche Konstitution. Diese ist durch die arbeitsmedizinische Untersuchung G26 alle 3 Jahre erneut nachzuweisen, ebenso ist ein jährlicher Belastungstest in der Atemschutzübungsstrecke des Landkreises in Gifhorn erforderlich.

Die psychischen Anforderungen sind nicht zu unterschätzen, denn ein AGT muss in Stresssituationen besonnen handeln und sich auf seine Ausrüstung und die Zusammenarbeit mit den anderen Trupp-Mitgliedern verlassen können.

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung und immer eine gesunde Rückkehr aus deinen Einsätzen!

Dienst der Jugendfeuerwehr-Hankensbüttel startet wieder

Es geht wieder los, nach einer langer Corona bedingten Pause, startet der Dienstbetrieb der Jugendfeuerwehr Hankensbüttel wieder.

Das Betreuerteam um Jugendwartin Nicole freut sich, am Dienstag, 22. März 2022 um 18:00 Uhr unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen wieder die Mitglieder der Jugendfeuerwehr begrüßen zu dürfen.

Themen der Übungsabende sind Feuerwehrtechnik, Spiel und Spaß. Wer noch kein Mitglied ist, mitmachen möchte oder sich den Dienst anschauen möchte, und zwischen 10 und 17 Jahre alt ist, ist herzlich willkommen.

Die Jugendfeuerwehr-Dienste finden fürs erste alle 2 Wochen statt. Ein aktualisierter Dienstplan wird noch verteilt.

10 interessante Fakten rund um die FF-Lingwedel

Hier haben wir für Sie ein paar interessante Fakten über unsere Feuerwehr zusammengefasst.

  1. Gegründet wurden wir 1957, somit die jüngste Ortsfeuerwehr der Samtgemeinde Hankensbüttel.
  2. Die Ortsfeuerwehr Lingwedel besteht derzeit aus 43 aktiven Mitglieder*innen.
  3. Strukturiert sind wir in 3 Gruppen.
  4. Aktuell versehen 6 Frauen ihren Dienst bei uns in der Feuerwehr. Dies sind 13,9%. Deutschlandweit liegt die Frauenquote bei 10,3%. Wir sind somit über dem Durchschnitt.
  5. 14 Kamerad*innen sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger, also 35% der Mitglieder*innen.
  6. In der Altersabteilung Ü65 versehen aktuell 9 Kameraden ihren Dienst.
  7. Als Fahrzeug steht uns ein TSF zu Verfügung. Dies wird im Jahr 2023, 25 Jahre alt.
  8. Bei einem Einsatz finden sich durchschnittlich 12 Kameraden am Gerätehaus ein.
  9. Wir haben durchschnittlich ca. 10 Einsätze pro Jahr.
  10. Das Gerätehaus der Feuerwehr Lingwedel befindet sich seit 1996 in Langwedel.

Hohe Waldbrandgefahr, Stufe 4 von 5 erreicht!

Es mag sich im März komisch anhören, aber durch das trockene Wetter und die niedrige Luftfeuchtigkeit im Zusammenhang mit dem leichten Wind und das am Boden liegende Reisig der letzten beiden Stürme, warnen die Niedersächsischen Landesforsten vor der hohen Waldbrandgefahr und appellieren an das Gefahrenbewusstsein der Waldbesucher.

Nach den Waldbrandgefahrenstufen des Deutschen Wetterdienstes – 1 gering bis 5 sehr hoch – steigt der Index im Landkreis Gifhorn auf Stufe 4 von 5!

Den aktuellen Gefahrenindex finden Sie auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes:

https://www.wettergefahren.de/warnungen/indizes/waldbrand.html

Rauchmelder

Brandtote sind Rauchtote

Jeden Monat verunglücken rund 35 Menschen tödlich durch Brände, die meisten davon in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht.

Die jährlichen Folgen in Deutschland: Rund 400 Brandtote, 4.000 Brandverletzte mit Langzeitschäden und über eine Mrd. Euro Brandschäden im Privatbereich. In den meisten Bundesländern ist daher die Installation von Rauchmeldern bereits gesetzlich vorgeschrieben.

Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, wenn alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein  Rauchmelder der beste Lebensretter in Ihrer Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Zigarettenrauch löst übrigens bei qualitativ hochwertigen Rauchmeldern keinen Alarm aus, solange die Zigarette nicht direkt unter den Rauchmelder gehalten wird.

Weitere Informationen:
http://www.rauchmelder-lebensretter.de/
https://www.moebel.de/rauchmelderpflicht/