Kategorie: Ausbildung

Vegetationsbrandbekämpfung

Vegetationsbrände, insbesondere in Form von Flächenbränden, haben in der Vergangenheit zugenommen und werden auch in Zukunft eine immer größer werdende Gefahr, unter anderem dem warmen Wetter mit seinen Dürreperioden geschuldet. Durch den Wind können Flächenbrände schnell außer Kontrolle geraten und so eine große Gefahr für Sachwerte darstellen. Bei bereits abgeernteten Feldern ist der Sachschaden in der Regel nicht so hoch, bei noch nicht geernteten allerdings umso höher und die Gefahr für die Einsatzkräfte noch größer, da es zu höheren Flammen kommt. Wenn zusätzlich landwirtschaftliche Maschinen in betroffen sind, ist die Belastung für die Einsatzkräfte, die bedingt durch die hohen Temperaturen und der Schutzkleidung ohnehin schon hoch ist, besonders hoch.

Um auf solche Brände bestmöglich vorbereitet zu sein haben wir uns auf dem letzten Dienstabend Intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Nach einer kurzen Theoretischen Einweisung in Taktik und den uns zur Verfügung stehenden Handwerkzeugen ging es auch schon in den Praxisteil. Auf einer freien Grünfläche wurde mit Stroh eine trockene Fläche nachgestellt.  Die Flammen auf dieser brennenden Fläche galt es zunächst mit Hilfe von Handwerkzeugen wie Feuerpatsche und Löschrucksack einzudämmen und abzulöschen.

Die Effektivität des Löschrucksackes in Verbindung mit Feuerpatschen hat jeden positiv überrascht!

Anschließend wurde eine weitere brennende Fläche mit Hilfe von einem D-Rohr abgelöscht. Die Wasserversorgung für das D-Rohr wurde von einem Landwirtschaftlichen Brunnen hergestellt.

Ohne Löschwasser geht es nicht!

Wenn man die Bevölkerung fragt, welche Aufgabe hat die Feuerwehr wird man auf jeden Fall die Antwort „Sie löschen Brände!“ erhalten. Damit wir, also die Feuerwehr dies auch durchführen kann, werden Wasserentnahmestellen benötigt. Somit stand der letzte Ausbildungsdienst der 1.Gruppe ganz im Zeichen der Wasserentnahmestellen.

Um das Thema effektiv aufzuarbeiten wurden 2 Stationen aufgebaut. An Station 1 wurden die verschiedenen Wasserführenden-Armaturen zur Löschwasserentnahme erklärt. Zu diesen Armaturen zählen beispielsweise der Saugkorb, der Kellersaugkorb, diverse Übergangsstücke für Beregnungsbrunnen und Feldberegnungen sowie auch ein Übergangsstück für Güllefässer aus der Landwirtschaft. Des Weiteren wurde an dieser Station der Mastwurf geübt, den man für die Saugleitung für das offene Gewässer benötigt.

An Station 2 sind die Kameraden/innen mit unserem TSF eine Saugstelle für offenes Gewässer sowie einen Brunnen in der Gemarkung Langwedel angefahren. Diese Wasserentnahmestellen wurden in Betrieb genommen, um deren Funktionsweise zu erklären.

Eine ideale Wiederholung für erfahrenen Kameraden/innen, um die Standard-Handgriffe zu wiederholen und ein guter Einstieg für unsere jüngeren Kameraden/innen.

 

Atemschutz-Dienst „1/2022“

Dieses Jahr wollen wir uns nach der Zwangspause durch Corona wieder mehr um das Thema Atemschutz kümmern. Dafür treffen sich unsere PA-Träger zu den  Sonderdiensten Atemschutz die zusätzlich zu den regulären Diensten der Gruppen 1-3 stattfinden. 

Ziel ist es eine einheitliche Basis für neu ausgebildete PA-Träger und erfahrenen PA-Trägern zu schaffen. Dies ist enorm wichtig und vereinfacht auch das Unterstützen untereinander und das Vorgehen im Einsatz erheblich. 

Am ersten Dienstabend ging es darum die Handgriffe beim Anlegen der Schutzausrüstung zu optimieren, das gesamte Material wie Funkgerät, Handlampe, Leinenbeutel, Tragetuch, Feuerwehrhaltegurt, Halligantool und noch so einiges mehr sicher und klug zu sichern und in oder an der Schutzkleidung zu verstauen, damit diese Sachen zu jeder Zeit schnell und sicher durch den Trupp genutzt werden kann. 

Damit jeder wieder ein Gefühl für das zusätzlichem Gewicht der Feuerwehrausrüstung bekommt sowie das Körpergefühl, die sichere Bewegung und der eingeschränkte Blick durch die Atemschutzmaske haben wir Völkerball gespielt. Im ersten Augenblick hört es sich komisch an, dass die Feuerwehr dieses Spiel spielt, aber es ist ideal um seinen Körper mit der Bewegungseinschränkung  unter Atemschutz mit voller Schutzausrüstung kennen zu lernen.

Wer den Ball nicht fangen konnte, musste sich mit 5 bzw. 10 Kniebeugen wieder in das Spiel einkaufen. Da wir nur 4 Geräte in unserer Wehr haben, wurden wir in Gruppen aufgeteilt, jeweils 2 Kameraden mit geschultertem PA-Gerät (5 Kniebeugen) und einmal die ohne (10 Kniebeugen) aber beide Gruppen mit der vollen Schutzausrüstung. Diese Trainingseinheit sorgte für eine effektive Abwechslung. In lockerer Atmosphäre wurde so ca.30 min gespielt.

Info: Unsere Atemschutzgeräteträger treffen sich regelmäßig, zusätzlich zum normalen Gruppendienst, um besondere Themen anzusprechen und zu üben. Interessierte Kamerad*innen sind immer willkommen.